Für alle amtlichen Dokumente und Ausweispapiere ist seit November 2010 ein biometrisches Passbild erforderlich, welches den Richtlinien des Passgesetzes entsprechen muss. Diese allgemein gültigen Anforderungen an dieses Foto dienen der korrekten Identifizierung einer Person sowie der automatisierten Analyse durch die entsprechenden Behörden.

Wo und wie das biometrische Passbild erstellt wird, bleibt nach wie vor jedem selbst überlassen. Es ist lediglich wichtig, dass das Passbild den internationalen Vorgaben entspricht und beim Test (mittels Schablonen, Mustertafel und Software) für offizielle Reisedokumente oder den Führerschein akzeptiert wird.

Welche Merkmale muss ein biometrisches Passbild aufweisen?

Nicht jede Portraitaufnahme im Kleinformat eignet sich für ein offizielles Ausweisdokument nach gesetzlichem Standard. Denn um als biometrisch zu gelten, muss dieses Passbild eine Vermessung der biometrischen Daten ermöglichen und damit die Identifizierung des Inhabers des Ausweisdokumentes möglich machen.

Somit muss biometrisches Passbild muss folgende Merkmale aufweisen, um den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen:

  • Format und Größe
  • Schärfe, Kontrast und Ausleuchtung
  • Hintergrund
  • Kopfposition, Gesichtsausdruck und Augen
  • Bekleidung und Kopfbedeckungen
  • Brillen

Format und Größe

Anforderungen: Format und Größe

Hinsichtlich der Größe und des Formats gibt es bei biometrischen Passbildern genaue Vorgaben. So sollte der Kopf der abgebildeten Person immer rund 75 Prozent der Bildfläche einnehmen, was einer abgebildeten Gesichtshöhe von 32 Millimetern bis 36 Millimetern entspricht.

Im Hochformat hat das Passfoto also immer eine Größe von 35×45 Millimetern. Passbilder in biometrischer Qualität dürfen keinen Rand haben.

Die Aufnahme muss immer frontal erfolgen, so dass beide Gesichtshälften gut sichtbar sind. Dabei ist darauf zu achten, dass der Kopf von der Kinnspitze bis zum oberen Kopfende einschließlich der Haare fotografiert wird.

Schärfe, Kontrast und Ausleuchtung

Das Passbild muss scharf und deutlich aufgenommen werden. Das bedeutet, es muss frei von Überbelichtung, Schatten und Reflexionen sein. Bei der Abbildung des Gesichtes muss auf eine gute Ausleuchtung geachtet und rote Augen vermieden werden.

Hintergrund

Die Person ist immer vor einem weißen oder hellgrauen Hintergrund aufzunehmen, bei dem es weder Strukturen noch Schatten oder andere Gegenstände und Personen zu sehen gibt.

Kopfposition, Gesichtsausdruck und Augen

Anforderungen: Format und Größe

Der Kopf sollte in einer aufrechten Position gehalten werden, wobei der Blick direkt in die Kamera gerichtet werden muss.

Die Augen sollten geöffnet und der Mund geschlossen sein, damit ein möglichst neutraler Gesichtsausdruck gewahrt bleibt.

Haare, Brillen oder religiöse Kopfbedeckungen dürfen Wangen und Stirn nicht zu sehr verdecken. Die Augenpartie darf keinesfalls unter Haaren verborgen sein.

Bekleidung und Kopfbedeckungen

Auf dem biometrischen Passbild dürfen Uniformen nicht erkennbar und Uniformteile nicht sichtbar sein. Kopfbedeckungen sind grundsätzlich nicht erlaubt. Einzig religiöse Kopfbedeckungen oder durch eine Erkrankung benötigte Kopfbedeckung sind erlaubt, sofern diese Augen, Gesicht und Stirn nicht verdecken.

Brillen

Anforderungen: Format und Größe

Das Tragen von Sonnenbrillen oder Brillen mit getönten Gläsern sind bei einer Passbildaufnahme nicht erlaubt. Sehhilfen, die nur zum Führen eines Fahrzeuges benötigt werden, müssen nicht abgebildet werden.

Für Brillenträger gilt hier, dass das Brillengestell oder auch der obere Rand des Brillenglases die Augen nicht verdecken dürfen. Das bedeutet also, dass die Augen immer deutlich sichtbar und erkennbar sein müssen. Die Brillengläser dürfen keine Reflexionen erzeugen.

Welche Abweichungen sind bei Passfotos für Kinder und Babys zulässig?

Aufgrund der kindlichen Besonderheiten gibt es bei Babys und Kindern einige Sonderregelungen beim biometrischen Passbild. Auch wenn hier ebenfalls eine Frontalaufnahme verlangt wird, kann es Abweichungen hinsichtlich der Blickrichtung und der Kopfhaltung geben.

Im Einzelnen bedeutet das:

  • Für Kinder bis zum Alter von einschließlich 9 Jahren gelten die selben Anforderungen wie für Erwachsene, jedoch ist hier, begründet in der etwas anderen Anatomie der Kinder, eine Abweichung bei der Größe des abgebildeten Gesichts erlaubt. Die Gesichtshöhe, also Kinnspitze bis zum oberen Kopfende, sollten hier zwischen 22 Millimetern und 36 Millimetern betragen.
  • Babys und Kleinkinder bis zum Alter von einschließlich 5 Jahren müssen nicht zwingend direkt in die Kamera schauen. Doch auch hier gilt, dass die Augen offen sind, der Kopf möglichst gerade gehalten wird und das Gesicht direkt von vorn aufgenommen wird.
Passfoto Schablone für Kinder

Unser Tipp: So erstellen Sie selbst online Ihre eigenen biometrischen Passfotos

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