Für ein Passfoto gibt es zahlreiche Einsatzbereiche und nicht immer geht es dabei um die Identifikation einer Person gegenüber Behörden im In- und Ausland. Von internen Mitarbeiterausweisen über die Bewerbung bei einem neuen Arbeitgeber, bis hin zum Studentenausweis – Passfotos begegnen uns im Alltag fast täglich.

Biometrische Passfotos für Reisepass, Personalausweis und Führerschein
© Klaus Eppele – AdobeStock

Bis vor einigen Jahren galten nur relativ wenige Vorschriften, wie die Darstellung einer Person auf Passfotos zu erfolgen hatte, mittlerweile sind aber in Deutschland und auf Ebene der Europäischen Union, biometrische Passfotos für offizielle Dokumente verpflichtend. Bevor Fotos für einen bestimmten Ausweis oder ein Dokument aufgenommen werden, ist also festzustellen, ob ein biometrisches Passbild verlangt wird oder ein normales Passfoto ohne detaillierte Vorgaben ausreicht.

Für den Personalausweis, den Reisepass, den Führerschein und einige weitere offizielle Dokumente ist mittlerweile der Einsatz des biometrischen Passfotos vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Darüber hinaus gibt es Ausweise oder elektronische Karten wie die Krankenversicherungskarte oder den Schwerbehindertenausweis, die mit einem normalen Passfoto auszustatten sind.

Normale und biometrische Passfotos werden für folgende Dokumente benötigt:

  • Personalausweis
  • Reisepass
  • Kinderreisepass
  • Führerschein
  • Internationaler Führerschein
  • Bootsführerschein
  • Bahncard
  • Behindertenausweis
  • Gesundheitskarte
  • Fahrerkarte
  • Staplerschein
  • Studentenausweis
  • Truppenausweis
  • Visum

Außerdem kommen Passfotos in Bewerbungsunterlagen zum Einsatz. Hierbei ist das Einreichen von biometrischen Fotos unüblich, stattdessen wird eine etwas größere Aufnahme in einem zur Branche passenden Outfit gewählt. Um den neuen Arbeitgeber zu überzeugen sollte darauf geachtet werden, möglichst schöne Passfotos zu erstellen, welche einen positiven und professionellen Eindruck hinterlassen.

Was zeichnet biometrische Passfotos aus

Wird für ein Ausweisdokument ein biometrisches Passfoto erstellt, hat die Person frontal in die Kamera zu schauen. Aufgenommen wird das Passbild bestenfalls vor einem hellen, einfarbigen Hintergrund ohne Muster. Wichtig ist, dass der Hintergrund hell und einfarbig bleibt. Bereits ein leichter Schlagschatten der abgebildeten Person kann zur Ablehnung des Passfotos führen.

Außerdem kommt es auf die exakte Aufteilung des Fotos an, welche idealerweise schon bei der Aufnahme beachtet werden sollten. Beispielsweise gibt es für die Position des Kinns oder der Augenpartie feste Bereiche, in denen die entsprechenden Körperzonen zu liegen haben. Das Gesicht muss hierbei 70 bis 80 Prozent der Bildfläche ausmachen, auf dem Ausdruck also ca. 3,4 cm vom Kinn bis zum Kopfende groß sein.

Eigene Passfotos erstellen mit Schablone oder Online Generator

Über eine Photoshop Schablone oder den Online Passfoto-Generator von Biometrisches-Passbild.net lässt sich das gewünschte Bild in nur wenigen Sekunden vorschriftsgemäß anpassen.

Ein großer Unterschied zum normalen Passbild ist, dass der Mund komplett geschlossen bleiben und der Gesichtsausdruck neutral gehalten werden muss. Auch eine Kopfneigung oder ein Foto im Halbprofil, wie man es von Bewerbungsfotos kennt, entsprechen nicht den Vorgaben. Auch für die Größe des biometrischen Passbildes gibt es exakte Vorgaben, während das einfache Passbild in einer beliebigen Größe angefertigt werden kann.

Für Babys, Kleinkinder und Kinder bis zum vollendeten 10. Lebensjahr (9 Jahre alt) gibt es besondere, abgeschwächte Vorgaben zur Erstellung von biometrischen Passfotos.